Vertrages von locarno

Haben sich entschlossen, einen Vertrag mit diesen Objekten zu schließen, und haben zu ihren Bevollmächtigten ernannt: Im Sommer 1925 schlug der deutsche Außenminister Gustav Stresemann vor, dass Frankreich, Deutschland und Belgien ihre Grenzen, die in Versallies vereinbart wurden, als dauerhaft anerkennen sollten. Dazu gehörten das Versprechen, keine deutschen Truppen ins Rheinland zu entsenden, und die Annahme, dass Elsass-Lothringen zu Frankreich gehöre. Der französische Außenminister Aristide Briand stimmte Stressemanns Vorschlägen zu und unterzeichnete zusammen mit Austen Chamberlain den Vertrag. Da Sich Deutschland jedoch weigerte, seine Ostgrenzen zu garantieren, versuchte Frankreich Polen und der Tschechoslowakei Sicherheit zu geben, die sie durch die Unterzeichnung von Verträgen mit ihnen verlangten. Der erste Vertrag war der kritischste: eine gegenseitige Garantie der Grenzen Belgiens, Frankreichs und Deutschlands, die von Großbritannien und Italien garantiert wurde. Der zweite und dritte Vertrag forderten ein Schiedsverfahren zwischen Deutschland und Belgien sowie Deutschland und Frankreich über künftige Streitigkeiten. Die vierte und fünfte waren ähnliche Schiedsverträge zwischen Deutschland und Polen sowie Deutschland und der Tschechoslowakei. Vor allem Polen und auch die Tschechoslowakei fühlten sich durch die Abkommen von Locarno bedroht, und diese Verträge waren ein Versuch, sie zu beruhigen. Dank des Dawes-Plans leistete Deutschland nun regelmäßige Reparationszahlungen.

Der Erfolg der Locarno-Abkommen führte im September 1926 zur Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund mit einem Sitz im Rat als ständiges Mitglied. [1] Aus diesem Grund, wenn wir überhaupt an die Zukunft unserer Völker glauben, sollten wir nicht in Uneinigkeit und Feindschaft leben, wir müssen uns in der gemeinsamen Arbeit zusammenschließen. Nur so wird es möglich sein, die Grundlagen für eine Zukunft zu legen, von der Sie, Herr Briand, in Worten gesprochen haben, die ich nur betonen kann, dass sie auf einer Rivalität der geistigen Leistung und nicht der Gewalt beruhen muss. In einer solchen Zusammenarbeit muss nach der Grundlage der Zukunft gesucht werden. Die große Mehrheit des deutschen Volkes steht fest für einen solchen Frieden. Auf diesen Willen zum Frieden verlassen, haben wir diesen Vertrag unterschrieben. Es soll eine neue Ära der Zusammenarbeit zwischen den Nationen einführen. Es geht darum, die sieben Jahre nach dem Krieg zu beenden, durch eine Zeit des wirklichen Friedens, die durch den Willen verantwortungsbewusster und weit sich sehender Staatsmänner aufrechterhalten wird, die uns den Weg zu einer solchen Entwicklung gezeigt haben und von ihren Völkern unterstützt werden, die wissen, dass nur auf diese Weise der Wohlstand zunehmen kann. Mögen spätere Generationen diesen Tag als Beginn einer neuen Ära segnen. Die Abkommen bestanden (1) aus einem Vertrag über gegenseitige Garantien zwischen Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien und Italien; (2) Schiedsverträge zwischen Deutschland und Belgien sowie zwischen Deutschland und Frankreich; 3. eine Mitteilung der ehemaligen Alliierten an Deutschland, in der die Anwendung von Sanktionen gegen einen Staatsstaat erklärt wird, wie sie in Artikel 16 des Paktes der Völkerbund geschlossen sind; (4) Schiedsverträge zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei sowie zwischen Deutschland und Polen; und (5) Garantieverträge zwischen Frankreich und Polen sowie zwischen Frankreich und der Tschechoslowakei.

In Polen war die öffentliche Demütigung polnischer Diplomaten einer der Faktoren, die zum Sturz des Grabski-Kabinetts beigetragen haben. Locarno trug zur Verschlechterung der Atmosphäre zwischen Polen und Frankreich bei und schwächte das französisch-polnische Bündnis. «Deutschland wurde offiziell aufgefordert, den Osten anzugreifen, als Gegenleistung für den Frieden im Westen», spottete Ermann Beck über die Verträge. [7] «Jeder ehrliche Pole spuckt, wenn er dieses Wort [Locarno] hört». [8] 1934 scheiterten Vorschläge für einen «östlichen Locarno»-Pakt zur Sicherung der deutschen Ostgrenzen an der deutschen Opposition und an Polens Beharren darauf, dass seine östlichen Grenzen durch eine westliche Garantie ihrer Grenzen abgedeckt werden sollten. Der Vertrag von Locarno wurde durch den französisch-sowjetischen Vertrag über gegenseitige Hilfe am 2. Mai 1935 stark untergraben, der nach Angaben der deutschen Regierung eine Verletzung ihres «Geistes» darstellte. [Zitat erforderlich] (1) Macht eine der Hohen Vertragsparteien geltend, dass ein Verstoß gegen Artikel 2 dieses Vertrags oder ein Verstoß gegen die Artikel 42 oder 43 des Versailler Vertrages begangen wurde oder wird, so stellt sie die Frage unverzüglich vor den Rat des Völkerbundes.